Heute hatte ich schon wieder einen fantastischen Tag mit meiner Gastfamilie. Shaunna kam extra von Portland, denn wir haben den ganzen Tag auf dem Wasser verbracht. Gemeinsam haben wir bei einer Rafting Tour auf dem Deschutes River mitgemacht. Und es war tatsächlich den ganzen Tag...
Morgens um 9 Uhr haben wir uns an der Station getroffen und wurden von einem Bus zum Anfangsort der 18 Meilen langen Tour gebracht. Dort hat jeder eine Schwimmweste bekommen und schon ging es rein in das Boot.
Obwohl es schon ziemlich warm war hat sich das Wasser eisig angefühlt, es ist halt Gletscherwasser von den Bergen. An einer Stelle, wo wir ohne das Boot ins Wasser konnten musste ich mich doch sehr überwinden.
Die Tour hat erstmal langsam begonnen, doch schon nach kurzer Zeit kamen wir zum ersten Weißwasser, wo es ziemlich auf und ab ging.
Durch manche der Stromschnellen konnte eine Person ganz vorne auf dem Boot sitzten und ihr könnt euch vermutlich vorstellen warum dieser Platz "Bull Rider" genannt wird :D
Nach einem Barbeque als Mittagessen sind wir wieder ins Boot und haben uns durch die letzten 12 Meilen auf dem Wasser gearbeitet.
Der tiefste Fall mit dem Boot war 8 feet tief und weil ich ganz vorne saß konnte ich genau die Welle sehen in die wir in einer Sekunde stürzen werden. Wir haben an diesem Punkt alle einfach noch geschrien und aufgehört zu paddeln :D
Der ganze Trip hat mir unglaublich viel Spaß gemacht denn man wurde die gamze Zeit hin und her geschüttelt und sobald man trocken war kam schon die nächste Welle um dich nass zu machen.
Die Tour war ein unglaublich cooles und spannendes Erlebnis für mich und ich bin so dankbar, dass meine Gastfamilie solch tolle Ausflüge mit mir macht.
Morgen gehts weiter mit meinem Countdown der Tage.
Bis dann
Eure Sara
Die letzten zwei Tage habe ich weitere schöne Erinnerungen mit meinen Freunden gemacht. Denn was passt besser zu Oregon als Camping mit Freunden?
Wir haben uns mittags bei einem Laden getroffen und ein bisschen Essen gekauft und sind dann 15 Minuten zu einem Campingplatz gefahren. Wir haben gleich unser Zelt aufgebaut und sind dann gleich zu dem nahen Fluss gelaufen, der sich wunderschön durch die Landschaft geschlängelt hat. Es war zwar super kalt, aber für mich ging es nach meinem Motto: Es ist alles Teil meiner Erinnerungen fürs Leben. Und damit habe ich mich einfach reingeworfen :D
Nachdem wir uns in der Sonne kräftig aufgewärmt hatten, sind wir zurück zum Zelt gegangen, wo die Jungs im null komma nichts ein Feuer gestartet haben.
Unser Plan war eunfach eine Packung Tortellini ins Wasser zu schmeißen und gut is. Leider hat das aber nicht so gut funktioniert und eine Stunde später haben wir die aufgeweichten (aber nicht gekochten) Nudeln gegessen. Was macht man nicht alles wenn man hungrig ist ;)
Der Rest des Abens war wunderschön und ich bin am Morgen mit einigem Schlafmangel aufgewacht. Nach einem Frühstück (das aus restlichen Marshmallows, Oreos und Reis bestend) haben wir dann langsam alles zusammen gepackt und uns auf den Weg zurück gemacht.
Es war eine wunderschöne Erfahrung einfach so ohne Eltern und groß Planung zu Campen, etwas das ich in Deutschland sicherlich vermissen werde!
Heute Abend haben wir uns dann noch mit Familie getroffen und sind in meinem Lieblingsrestaurant essen gegangen. Dort gab es leider auch schon das erste Tschüss zu Michelle und Shaun.
Jetzt gehe ich aber schlafen, denn morgen mus ich tatsächlich früh raus. Wieso erfahrt ihr natürlich wie immer im Bericht.
Bis dann
Eure Sara
Wie schon gesagt war ich heute auf einem Tagesausflug und zwar nach Salem, der Hauptstadt von Oregon.
Morgens sind Kim und ich losgefahren und zweieinhalb Stunden später in der Stadt angekommen. Als Landeshauptstadt hatte ich schon eine große Stadt erwartet, aber tatsächlich ist sie nur ein bisschen größer als Bend und ein Viertel von Portland.
Aber das Capitol war dann doch sehr beeindruckend. Das heutige Gebäude ist das dritte, seit Oregon ein Staat wurde, denn beide vorherige Gebäude sind abgebrannt.
Wenn man in das Gebäude hereintritt fällt einem gleich das große, goldene Wappen von Oregon in der Eingangshalle auf (was es bedeutet könnt ihr unter Oregon-Mein neues Zuhause lesen).
Kim und ich haben dann auch gleich an einer Tour durch das Gebäude teilgenommen, bei der uns viel über die Geschichte von Oregon und dem Gebäude erzählt und auch der Raum vom Senat gezeigt wurde.
Danach haben wir gleich noch die nächste Führung mitgemacht, in der wir 121 Stufen auf das Dach von dem Capitol gestiegen sind, von wo wir einen tollen Blick auf Salem hatten.
Gegen Nachmittag sind wir etwas essen gegangen und haben uns dann auf den Weg nach Hause gemacht.
Wir haben noch kurz bei Freunden von Kim gestoppt, die gerade in ein neues Haus gezogen sind, wo ich total begeistert von deren mehrstöckigen Baumhaus begeistert war, das sogar Elektrizität hatte.
Nach einem weiteren tollen Tag sind wir jetzt wieder Zuhause und ich kann es kaum erwarten, dass der nächste Morgen mit einem weiteren Abendteuer kommt...
Bis dann
Eure Sara
P.s. Auf dem Nachhauseweg sind wir an einem Haus vorbeigefahren, das einfach so eine Weide mit drei Kamelen hatte. Natürlich haben wir angehalten und Fotos gemacht, das sieht man so nicht jeden Tag :D