Am Freitag habe ich in American Government einen Test, also in Deutschland Arbeit, geschrieben. Der war Multiple choice, also zum ankreuzen, und weil das nicht einfach genug ist, durften wir auch alle unsere Notizen benutzen. Danach musste man noch zwei kurze Abschnitte schreiben, die Fragen hatten wir aber auch schon am Tag vorher bekommen. Für mich war das daher ein "piece of cake", wie man hier sagt.
Nach der Schule hatten wir ein lockeres Cross Country Training, denn danach haben wir Trophäen aus Müll gebaut,
Ja, ihr habt richtig gelesen, am nächsten Freitag ist nämlich das sogenannte Oxford Race in Bend, das unsere Schule organisiert, und es ist Tradition, dass das Team die Trophäen aus gesammeltem Müll baut.
Danach ging es dann wieder zu einem Pasta Feed, bei dem wir total viel Spaß mit Just Dance hatten, tatsächlich hat am Ende das ganze Team zu Justin Bieber getanzt :D
Und da das noch nicht genug ist, sind wir danach zu einem Football Game in unserer Schule gefahren. Am Anfang haben die Schüler so eine Art Gang gebildet, durch den die Spieler unter lautem Geschrei auf das Spielfeld gerannt sind. Wir sind dann schnell auf die Tribüne gestürmt und das Spiel hat angefangen. Es war richtig cool, das Blasorchester hat gespielt und wir haben am laufenden Band Cheers gerufen. Der Schulspirit war überwältigend! Mir wurde gesagt, dass unser Team ziemlich schlecht ist, doch es wurde ein unterhaltsames Spiel, das unsere Schule in der letzten Minute tatsächlich noch gewonnen hat (25:22). Sobald der Schiedsrichter das Ende pfiff, sind alle Schüler auf das Feld gerannt und es wurde eine einzige Party.
Abends bin ich müde aber glücklich ins Bett gefallen, musste am Samstag Morgen aber früh raus, denn wir sind mit dem Bus zum Madras Invitational rennen in Kah-nee-ta gefahren. Der Kurs verlief über einen Golfplatz und das schwerste war diesmal die Mentalität, da man zwei Kilometer ins Gelände rennen, umdrehen und dann wieder zurück rennen musste, was ziemlich langweilig und ermüdend sein kann. Eine unserer Trainerinnen (die 18. bei der Cross Counry Weltmeisterschaft in Wales wurde) hat uns ein paar Tipps gegeben, wie wir motiviert und fokussiert bleiben, die mir viel geholfen haben.
Vor dem Rennen war ich zum ersten Mal nicht super aufgeregt, was vermutlich größtenteils an dem Schlafmangel lag. Der Lauf wurde aufgeteilt in Varsity, also die sieben besten Läufer, und der Rest. Der Anfang verlief für mich normal, ich hatte ein konstantes Tempo und konnte mit einer Kollegin zusammenarbeiten. Am Ende habe ich aber gemerkt, dass ich noch einiges an Energie übrig habe und hab mir gedacht, sprinte ich halt mal los, und ich bin mit einer Zeit von 24:37 Minuten als siebte ins Ziel gekommen und habe als Top Ten eine Medaille bekommen. Mein Ziel von unter 26 Minuten habe ich damit mehr als erreicht.
Nach dem Rennen ist das ganze Team noch zum entspannen in ein Schwimmbad mit beheiztem Wasser gefahren. Dort gab es einen sogenannten Belly Flop Wettbewerb, bei dem es darum ging, durch einen Bauchplatscher die höchsten Wasserspritzer zu machen. Ich habe aber nicht mitgemacht, da es, wie viele gesagt haben, ziemlich wehtut.
Heute konnte ich dann zum Glück ausschlafen und gemütlich frühstücken. Abends war das allmonatliche Familiendinner, bei dem ich mich inzwischen richtig wohl fühle und viel Spaß habe.
Wenn wir Glück haben, ist es heute nicht bewölkt und wir können draußen den Blutmond und die Mondfinsternis sehen. Ich werde euch morgen berichten.
Euch einen schönen Montag (geht das überhaupt?? ;))
Eure Sara




















